Eltern und Kinder stark machen - im Alltag wie in Krisen

Der Landesverband Saarland e.V. des Deutschen Kinderschutzbundes hatte in den Jahren 2004 und 2005 das Präventions-Projekt „Eltern und Kinder stark machen, im Alltag wie in Krisen“ zusammen mit vier saarländischen Jugendämtern geplant und für eine fünfjährige Modellphase vorbereitet.

Finanziert wurde das Projekt zum großen Teil durch Fördermittel der Aktion Mensch und der beteiligten Jugendämter. Die Restfinanzierung musste durch Eigenmittel des Kinderschutzbundes erfolgen, die sich aus Zuschüssen von Stiftungen u. ä., aus Bußgeldern sowie Spenden von Freunden und Förderern rekrutierten.

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Zu Anfang des Jahres 2006 hatte die konkrete Umsetzung des Gesamtprojektes mit drei Sozialarbeiterinnen in Halbtagsbeschäftigung begonnen. Die fachliche Begleitung oblag den beiden Vorstandsmitgliedern Dr. med. Hartmut Penner und dem Dipl.-Sozialarbeiter (FH) Stefan Behr sowie dem Dipl-Psych./Psychotherapeuten Klaus Ollinger als Projektleiter.

Das Gesamtprojekt bestand aus folgenden 3 Teilen:

  1. Unterstützung für Eltern (UFER)
  2. Kinder in Trennungs- und Scheidungssituationen (KiTS)
  3. Aufbau einer Mediothek sozialpädagogischen Inhalts.

Während im Bereich des Jugendamtes des Regionalverbandes Saarbrücken insbesondere die Hilfen für Kinder in Trennungs- und Scheidungssituationen und der Aufbau einer Mediothek sozialpädagogischer Filme und CDs realisiert wurden, kam in den Landkreisen Saarlouis und St. Wendel das Konzept „Unterstützung für Eltern“ (UFER) zum Tragen. Im Saar-Pfalz-Kreis wurde anfangs KiTS umgesetzt, danach ebenfalls UFER.

Gesamtprojektleitung:

Klaus Ollinger

Telefon: 06806 - 480668
Email: Ollingerkl@aol.com

Kurzbericht über die fünfjährige Modellprojektphase (2006 bis 2010)

Teilprojekt „Unterstützung für Eltern“ (UFER):

In den Kreisen Saarlouis, St. Wendel und Homburg wurden rund 300 belastete und gestresste Familien mit etwa 650 Kindern (oft schwierig und entwicklungsverzögert) von unseren Fachkräften und den ehrenamtlichen Patinnen beraten bzw. längerfristig betreut.

Mehr als 3 500 Fachleistungsstunden unserer (Teilzeit-)Sozialarbeiterinnen und fast 10 000 Arbeitsstunden unserer Ehrenamtlichen kamen direkt den Kindern und ihren Angehörigen zugute.

Somit trug UFER durch die sehr frühe Hilfe viel dazu bei, Kindeswohlgefährdungen zu verhindern und Defizite der Erziehungs- und Entwicklungssituation zu kompensieren.

Mehr über UFER erfahren.

Teilprojekt „Kinder in Trennung und Scheidung“ (KiTS):

Im Regionalverband Saarbrücken kümmerte sich unsere Fachkraft um knapp 200 Minderjährige aus 125 Familien.

Die meisten Kinder wiesen deutliche psychische Belastungen und Verhaltensprobleme wegen der schwierigen familiären Situation auf, insbesondere weil die Trennungskonflikte der Erwachsenen noch vielfach schmerzlich fortbestanden oder die Wunden früherer psychischer und körperlicher Gewalt in der Familie noch nicht verheilt waren.

In homogenen Gruppen und in Einzelarbeit mit den Kindern sowie in begleitender Beratung und gelegentlicher Gruppenarbeit mit den Eltern halfen wir Minderjährigen und Erwachsenen bei der Bewältigung der Vergangenheit und dem Aufbau neuer Perspektiven.

Mehr über KiTS erfahren.

Teilprojekt „Sozialpädagogische Mediothek“:

Wir haben etwa 200 geeignete Film-Materialien auf Videos, DVDs, (interaktiven) CDs ausgesucht und angeschafft, um sie als Ergänzung der persönlichen Beratungsgespräche oder von Vorträgen, Workshops, in der Einzel- oder Gruppenarbeit mit Eltern und Kindern/Jugendlichen u. a. – in Kooperation mit dem Medienladen Saar - zur Verfügung zu stellen.

Die Medienliste mit den Themenbereichen Kindliche Entwicklung, Eltern und Erziehung, Partnerschaft und Trennung/Scheidung, Migration, Drogen, Gewalt, Missbrauch, Rechtsextremismus und Kriminalität, Sexualität, Aids sowie Essstörungen können von der Homepage des Landesverbandes herunter geladen werden; dann lassen sich per Link weitere Informationen (Kurzdarstellungen oder Trailer) abrufen.

Unsere weitergehende Zielvorstellung, Radio- und TV-Sendungen zum Thema Erziehung (etwa in Form von Fernsehspots in ähnlicher Art wie „Der 7. Sinn“ vor Jahren im Bereich der Verkehrserziehung) zu schaffen, wurde ab 2011 realisiert.
Näheres s. Videospots zur Erziehung und Gesundheitsprävention!

Mehr über die Mediothek erfahren.


projekte/stark_machen.txt · Zuletzt geändert: 29.05.2014 18:19 (Externe Bearbeitung)