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Tag der gewaltfreien Erziehung: Kinderschutzbund warnt beim Inklusionsgesetz vor Einsparungen zulasten von Kindern

Saarbrücken, 29.04.2026. Anlässlich des morgigen Tags der gewaltfreien Erziehung warnt der Kinderschutzbund vor Fehlentwicklungen bei der geplanten Reform des SGB VIII. Die notwendige inklusive Weiterentwicklung der Kinderund Jugendhilfe dürfe nicht als Feigenblatt genutzt werden, dass Hilfen zur Erziehung geschwächt, Jugendämter weiter belastet und fachliche Standards abgesenkt werden. Genau davor warnt der Kinderschutzbund auch in seiner Stellungnahme zum Gesetzentwurf.

„Eine inklusive Kinder- und Jugendhilfe ist richtig und überfällig. Aber die angekündigten Reformen werden hier klammheimlich genutzt, um Einsparungen durch die Hintertür in der gesamten Kinder- und Jugendhilfe zu ermöglichen. Kinder, die Gewalt oder Vernachlässigung erleben, brauchen Unterstützung – und keine Zuständigkeitsdebatten oder Kürzungen“, sagt Daniel Grein, Bundesgeschäftsführer des Kinderschutzbundes.

Der Kinderschutzbund kritisiert insbesondere, dass Hilfen zur Erziehung durch allgemeine Angebote in Kitas oder Schulen ersetzt oder zurückgedrängt werden könnten.

„Wenn ein Kind zu Hause massive Gewalt oder Vernachlässigung erfährt, können Kita und Schule wichtige Orte des Hinsehens sein – sie können gezielte Hilfen und Interventionen aber nicht ersetzen. Der Gesetzentwurf birgt die Gefahr, dass vernachlässigte oder von Gewalt betroffene Kinder keine oder erst viel zu spät Hilfe bekommen“, sagt Grein weiter.

Seit Jahren steigen die Anforderungen im Kinderschutz. „Mehr Sensibilität in der Gesellschaft und damit mehr Meldungen zu möglichen Kindeswohlgefährdungen führen natürlich zu Kostensteigerungen in der Kinder- und Jugendhilfe. Man kann eine Kindeswohlgefährdung aber nicht wegsparen. Wir brauchen im Gegenteil starke Jugendämter, verlässliche Strukturen und ausreichend qualifiziertes Personal, um dem zu begegnen“ so Grein.

Besonders kritisch sieht der Kinderschutzbund, dass der Gesetzentwurf Sparlogiken und Fachlichkeit enger miteinander verknüpft. Wenn in Leistungsvereinbarungen künftig Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit stärker betont und Anforderungen an die Qualifikation des Personals neu gefasst werden, wächst in der Praxis der Druck auf Träger, mit weniger oder geringer qualifiziertem Personal arbeiten zu müssen.

„Wir erleben vor Ort jeden Tag, wie hoch der Bedarf ist. Familien in Krisen, Kinder nach Gewalterfahrungen und Eltern in hoch belasteten Trennungssituationen brauchen qualifizierte Beratung und verlässliche Hilfen. Wer hier spart, verschiebt die Probleme nicht nur – er verschärft sie“, sagt Stefan Behr, Vorsitzender vom Kinderschutzbund Landesverband Saarland e.V.

Der Kinderschutzbund fordert deshalb, die Reform des SGB VIII konsequent an Kinderrechten, Gewaltschutz und fachlicher Qualität auszurichten. Inklusion muss gestärkt werden – ohne Kürzungen durch die Hintertür.

Pressemitteilung

29.04.2026 11:52 · peter

Den Flyer öffnen (PDF)

Fachtagung „Sinnvolle Ernährung im Kleinkind- und Grundschulalter als aktiver Kinderschutz“
Dienstag, 26. Mai 2026 | 9:00 – 15:15 Uhr
Bildungszentrum Kirkel der Arbeitskammer des Saarlandes

Wir freuen uns, ein umfangreiches und interessantes Programm anbieten zu können, und laden Sie herzlich ein, an unserer diesjährigen Fachtagung teilzunehmen. Sie richtet sich an Fachkräfte aus Kita, Schule, Sozialarbeit und Gesundheitswesen sowie an alle Interessierten, die sich mit der gesunden Entwicklung von Kindern befassen.

Weitere Infos finden Sie in unserem → Flyer.

Anmelden
Anmeldungen bis zum 24. April 2026 ausschließlich an:
hampp-hoening@kinderschutzbund-saarland.de

23.03.2026 14:18 · peter

Den Flyer lesen (PDF)

Der Kinderschutzbund Bayern informiert über seinen nächsten IEB-Online-Elternabend “Geschwisterstreit”:

Datum: 22.04.26
Uhrzeit: 20:00 – ca. 21:30 Uhr
Ort: Online via Zoom
Zielgruppe: alle am Thema Interessierten

Die “ewige Streiterei” zwischen Geschwistern kann für uns Eltern ganz schön zermürbend sein und kostet uns manchmal den letzten Nerv.

An diesem Abend geht es darum, warum Geschwisterstreit normal ist und nicht immer vermieden werden kann. Gleichzeitig erhalten Sie konkrete und alltagstaugliche Tipps, wie sich Streitigkeiten verhindern lassen. Was wir tun, wenn es trotzdem so weit kommt und wie wir die Geschwisterbeziehung stärken können.

Die Referentin Frau Schreiner-Hirsch kennt die Thematik durch 30-jährige Erfahrung in der Familienbildungsarbeit, durch zahlreiche Elternseminare und nicht zuletzt aufgrund eigener Erfahrung mit ihren beiden Söhnen.

Die Teilnahme am Online-Elternabend ist kostenfrei.

Interessierte können direkt ohne vorherige Anmeldung teilnehmen. Den Zoom-Link für die Teilnahme finden Sie auf unserer Website unter https://kinderschutzbund-bayern.de/termine/ieb-online-elternabend-geschwisterstreit-2/

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie die Information zum Online-Elternabend an Eltern und an der Erziehung Beteiligte in Ihrem Netzwerk weiterleiten.

→ Flyer zum Online-Elternabend

23.03.2026 14:15 · peter

Childhood - Haus auf dem Campus des Universitätsklinikum Saarland in Homburg

Anfang Februar besuchte der Landesvorstand das → Childhood-Haus auf dem Campus des UKS in Homburg.

Nach der feierlichen Eröffnung im Beisein Ihrer Majestät Königin Silvia von Schweden hatte das erste saarländische Childhood-Haus/Johanniter Kinderschutzkompetenzzentrum Anfang 2025 seinen Arbeit aufgenommen. Unter Direktorin Prof. Dr. Eva Möhler wurden seitdem in der ambulanten Einrichtung bereits 113 Kinder und Jugendliche im Alter von zwei bis 17 Jahren untersucht und behandelt.

Um die jungen Betroffenen optimal zu versorgen und die Klärungsprozesse altersgerecht und traumasensibel zu gestalten, arbeiten im Childhood-Haus bei Bedarf Medizin, Psychologie, Jugendhilfe, Polizei, Staatsanwaltschaft und Justiz unter einem Dach zusammen. Daher wurde auch die zentrale Lage im Universitätsklinikum des Saarlandes ausgewählt.

Die Polizei des Saarlandes kann die Einrichtung auch außerhalb der Öffnungszeiten, am Wochenende und auch nachts, für Befragungen nutzen. Für die kindgerechte und traumasensible Umgebung und einen unbelasteteren Befragungsablauf wurden technische Einrichtungen für Bild und Ton installiert, die eine weitere Befragung überflüssig machen. Dadurch sinkt das Risiko von Sekundärtraumatisierungen.

Der Landesvorstand dankte den Mitarbeiterinnen Bianca Ecker und Hanna Schopper für den offenen Einblick in die wichtige Arbeit des Childhood-Hauses.

Foto (Bernd Alt): Jasmin Naumann, Birgit Hampp-Höning, Stefan Behr, Eva Zimmer und Bianca Ecker
Foto (vlnr.): Vom Landesvorstand Jasmin Naumann, Birgit Hampp-Höning, Stefan Behr, Eva Zimmer und Bianca Ecker (Casemanagerin des Childhood-Hauses)

Plakat "Konventionen über die Rechte der Kinder" (Foto von Bernd Alt)

Plakate "Alle Kinder haben Rechte" (Foto von Bernd Alt)

12.02.2026 15:37 · peter
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  • Zuletzt geändert: 07.09.2025 15:50
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